Saudi-Arabien ohne Einkommensteuer? Eine überraschende Steuerfaktum

Autor: Krzysztof Burzyński

Saudi-Arabien ohne Einkommensteuer? Eine überraschende Steuerfaktum

Wussten Sie, dass Einwohner Saudi-Arabiens keine Einkommensteuer zahlen? Für viele klingt das unvorstellbar, da die Einkommensteuer im Alltag fast schon selbstverständlich ist. Doch es gibt Länder, in denen dieses Steuersystem völlig anders funktioniert.

Wer zahlt Einkommensteuer und wie hoch ist sie?

In Saudi-Arabien wird die Einkommensteuer hauptsächlich von Unternehmen mit ausländischem Kapital gezahlt. Der Steuersatz beträgt 20 %. Dies stellt einen wesentlichen Unterschied zu Systemen dar, in denen die Steuerlast breit gestreut auf die einzelnen Personen verteilt ist.

Mehrwertsteuer – ab wann und zu welchem ​​Satz?

Obwohl die Einwohner keine Einkommensteuer zahlen, gibt es im Land dennoch andere Steuern. Seit 2018 wird dort die Mehrwertsteuer in Höhe von 15 % erhoben. Dies ist ein Beispiel dafür, wie das System anders strukturiert sein kann – ohne Einkommensteuer für die Einwohner, aber mit einer Mehrwertsteuer.

Zakat – eine religiöse Abgabe, keine Steuer „nach unserem Verständnis“.

Unter den Kuriositäten rund um Saudi-Arabien gibt es auch ein Thema, das Finanzen eng mit Religion verknüpft. Saudische Staatsbürger entrichten jährlich eine muslimische Abgabe namens Zakat.

Es handelt sich um eine der fünf Säulen des Islam und eine religiöse Pflicht, nicht um eine Steuer im herkömmlichen Sinne. Daher ist es etwas, das auf religiösen Überzeugungen und Praktiken beruht, und nicht die klassische Steuerpflicht, die wir aus europäischen Systemen kennen.

Wie hoch ist die Zakat und was umfasst sie?

Die Zakat beträgt üblicherweise 2,5 % des Vermögens, das ein Muslim in einem vollen Jahr besitzt. Sie wird auf Grundlage des Wertes seiner Vermögenswerte berechnet, wie zum Beispiel:

  • Ersparnisse,
  • Aktien,
  • Aktien,
  • Anlageimmobilien.

Dieser Ansatz konzentriert sich daher auf Vermögenswerte, die jemand besitzt und über einen längeren Zeitraum hält, und nicht nur auf das laufende Einkommen.

Ohne eine Erklärung gegenüber dem Amt – dies ist eine Angelegenheit „zwischen Mensch und Gott“.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass in diesem Fall keine Steuererklärung abgegeben werden muss. Zakat gilt als Ausgleich zwischen einem Muslim und Gott. Gleichzeitig verfolgt sie einen ganz bestimmten sozialen Zweck: die konkrete Unterstützung derjenigen, die dem Muslim am nächsten stehen und Hilfe benötigen, wie Familie, Nachbarn und die örtliche Gemeinschaft.

Die Nisab-Grenze – ab wann wird Zakat überhaupt fällig?

Zakat wird nicht „von Grund auf“ berechnet. Sie wird erst ab einem Vermögenswert, dem sogenannten Nisab, berechnet. Dieser entspricht etwa 85 Gramm Gold oder rund 40 Złoty. Nur der Betrag, der diesen Wert übersteigt, wird als Zakat berechnet.

Und wenn Sie über Steuerfragen in der Praxis sprechen und Ihre Situation besprechen möchten, kontaktieren Sie bitte unser Büro – wir helfen Ihnen gerne weiter und beantworten Ihre Fragen.