Wie werden Kryptowährungen im PIT für 2024 abgewickelt?

Autor: Krzysztof Burzyński

Praktische Tipps von Krzysztof Burzyński, Steuerberater und Partner bei BTTP

Die Berücksichtigung von Kryptowährungen in Ihrer Einkommensteuererklärung 2024 kann eine Herausforderung sein. Stellen Sie daher sicher, dass Sie das Formular PIT-38 jetzt korrekt ausfüllen. Die Frist für die Einreichung der Steuererklärung endet am 30. April 2025. Eine fehlerhafte Abrechnung kann zu erheblichen Strafen führen.

Wann müssen Sie PIT-38 einreichen?

Wenn Sie im Jahr 2024 Kryptowährungen verkauft oder damit für Waren oder Dienstleistungen bezahlt haben, müssen Sie diese Transaktionen als Einkommen melden. Auch wenn Sie nur Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Stablecoins gekauft haben, müssen Sie die entstandenen Kosten angeben. All dies wird im Formular PIT-38 gemeldet, auch wenn Sie noch kein Einkommen erzielt haben.

Die häufigsten Fehler – was übersehen wir bei der Abrechnung?

Steuerzahler vergessen oft die Pflicht, Zahlungen in Kryptowährungen für Waren oder Dienstleistungen zu verbuchen. Es ist auch wichtig zu bedenken, dass der Umtausch einer Kryptowährung in eine andere steuerneutral ist – er muss nicht gemeldet werden.

Welche Ausgaben können abgezogen werden?

Zu den Kosten können nicht nur die Kosten für den Kauf von Kryptowährungen gehören, sondern auch Provisionen, die von Börsen erhoben werden – sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf. Das Weglassen dieser Kosten führt zu höheren Steuern, da das Finanzamt sie auf das gesamte Einkommen und nicht auf den tatsächlichen Gewinn anrechnet.

Zu welchem ​​Kurs sollen Transaktionen umgerechnet werden?

Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährungen (z. B. USD, EUR) müssen zum durchschnittlichen NBP-Wechselkurs vom Vortag der Transaktion umgerechnet werden. Transaktionen direkt in polnischen Zloty können ohne Umrechnung gemeldet werden.

Krypto-Einkünfte im Ausland – wie sieht es mit der Besteuerung in Polen aus?

Ein polnischer Steuerinländer muss sein weltweites Einkommen, einschließlich Kryptowährungen, angeben. Wurden im Ausland Steuern gezahlt, können diese auf dem Formular PIT-38 abgezogen werden, sofern Polen mit dem betreffenden Land ein entsprechendes Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat.

Sie haben gerade etwas gekauft und sind gerade dabei, Ihre Steuererklärung abzugeben?

Wenn Sie im Jahr 2024 Kryptowährungen gekauft, aber nicht verkauft haben, müssen Sie dennoch ein PIT-38-Formular einreichen und die Kosten melden. Wenn Ihnen in den Vorjahren Kosten entstanden sind, die Sie jedoch nicht gemeldet haben, sollten Sie ausstehende Steuererklärungen einreichen und aktiv Buße tun.

Haben Sie nicht gemeldete Ausgaben aus der Zeit vor 2019? Letzter Aufruf!
Einige Anleger haben die vor 2019 angefallenen Kosten für den Erwerb von Kryptowährungen vergessen – beispielsweise in den Jahren 2017 und 2018. Die gute Nachricht ist, dass diese noch im Formular PIT-38 für 2019 abgerechnet werden können. Aber Vorsicht: Ende 2025 verfallen die Steuerpflichten für 2019. Wenn Sie diese Kosten bis dahin nicht melden, verlieren Sie dauerhaft das Recht auf Abzug. Wenn ein Anleger die Kosten für den Erwerb von Kryptowährungen im Jahr 2019 und früher abrechnen möchte und diese bisher nicht gemeldet hat, sollte er das entsprechende Formular PIT-2025 für 38 und die Folgejahre bis Ende 2019 einreichen.

Verluste? Nur Kosten.

Bei Kryptowährungen erfassen wir keine Verluste, sondern nur Kosten, die vortragsfähig sind. Sollten die Kosten im Jahr 2024 die Einnahmen übersteigen, erfassen wir diese als „in den Vorjahren angefallene Kosten“.

Einkommen über 1 Mio. PLN? Vorsicht vor der Solidaritätsabgabe

Bei Krypto-Einkünften über 1 Million PLN besteht die Verpflichtung, eine zusätzliche Solidaritätsabgabe von 4 % zu zahlen – allerdings nur auf den Überschuss.

Umstrittene Gasgebühren

Derzeit behandeln die Steuerbehörden Gasgebühren als Einnahmen, was für Händler eine Belastung darstellen kann. Glücklicherweise stimmen Verwaltungsgerichte zunehmend den Steuerzahlern zu und entscheiden, dass diese Gebühren keine Einnahmen darstellen. Die Angelegenheit bleibt jedoch offen.

Sie haben Ihre Steuern nicht eingereicht? Das Finanzamt kann bis zu 75 % Ihrer Steuern einziehen.

Die Nichtabwicklung von Kryptowährungen kann schwerwiegende Folgen haben, von Geldstrafen bis hin zu einer Strafsteuer von 75 %. Die Behörden können auch die Herkunft der Gelder untersuchen, beispielsweise wenn Sie ein teures Auto oder eine Immobilie gekauft haben.

Mehr Details:

https://businessinsider.com.pl/prawo/podatki/podatek-od-kryptowalut-jak-rozliczyc-w-pit-za-2024-r-i-uniknac-bledow/gww3wqq