Digitale Kreative

Affiliate-Gebühren

Affiliate-Gebühren (Affiliate-Provisionen) sind Vergütungen für die Empfehlung von Produkten oder Dienstleistungen, die zu einer bestimmten Aktion führen – meist ein Klick auf einen Affiliate-Link, eine Registrierung oder ein Kauf. In der Praxis funktioniert dies so, dass dem Affiliate (z. B. einem Influencer) ein Link oder ein Rabattcode zur Verfügung gestellt wird und der Werbetreibende oder das Affiliate-Netzwerk die Ergebnisse in Rechnung stellt (z. B. einen Prozentsatz des Verkaufspreises oder eine feste Gebühr pro Lead).

Beispiele: Provision für einen Kauf, der nach dem Anklicken eines Links zu einem Online-Shop getätigt wird, Vergütung für die Eröffnung eines Kontos in einer Finanzanwendung aufgrund einer Empfehlung, Gebühr für die Gewinnung eines Kunden für einen Online-Kurs.

Influencer, die über Affiliate-Programme Einnahmen erzielen, sollten ihre Steuererklärungen sorgfältig prüfen, da diese Einnahmen steuerpflichtig sind. Provisionen, die beispielsweise dadurch entstehen, dass Fans Produkte mit dem Aktionscode des Influencers kaufen, sollten unter Berücksichtigung der Art des Geschäfts und des Steuerstatus des Influencers analysiert werden.

Solche Einnahmen können je nach Status und Modell der Zusammenarbeit unterschiedlich besteuert werden: Für Unternehmer stellen sie meist Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit dar (besteuert nach Tarif, als Pauschalsteuer oder als Einmalbetrag – bei einem Pauschalsteuersatz richtet sich die Höhe nach der Art der Dienstleistung). Für Privatpersonen ohne Gewerbebetrieb können sie als Einkünfte aus zivilrechtlichen Verträgen oder anderen Quellen versteuert werden. In solchen Fällen ist es wichtig festzustellen, wer steuerpflichtig ist und ob Steuervorauszahlungen und Sozialversicherungsbeiträge einbehalten werden. Zusätzlich kann in einigen Modellen Mehrwertsteuer anfallen (z. B. wenn das Partnerunternehmen als Mehrwertsteuerzahler Marketingdienstleistungen erbringt). Daher ist es bei der Gründung einer Partnerschaft wichtig, auf korrekte Dokumentation (Vertrag/Programmrichtlinien, Umsatzsteuererklärungen, Notizen/Rechnungen), die richtige Einstufung der Einkünfte und vor allem auf die korrekte Steuerabwicklung zu achten.